margret schütz
Performerin
| Hildesheim
* 1983,
aufgewachsen in der fränkischen Provinz zwischen Schützenvereinsfeier und Fallobst. Eindeutig zu deftig für eine Grazie: Seit ihrem fünften Lebensjahr suchte sie Entschädigung im Ballettunterricht und dehnte ihre Glieder nach den strengen Ausbildungsregeln der Royal Academy of Dance.
Darauf tanzte sie im Ersatzballett der Oper Nürnberg und im Pariser Nachtclub Maxim's – einem dieser verruchten Schuppen in Montmartre, wo verbotener-
weise einst der CanCan tobte.
An der Volksbühne Berlin assistierte sie der argentinischen Choreografin Constanza Macras bei ihren letzten beiden Dorky Park-Tanzproduktionen. Eine satte Erfahrung: Bei »I'm not the Only One II« wurde sie spontan dafür engagiert, sich mit den anderen Tänzern Sahnetorten um die Ohren zu klatschen.
Bei transeuropa 2006 zeigte sie auf dem Herd einer verlassenen Kasernen- großküche mit einer Gruppe das Performancetheaterstück »Lonely Crowd«.
Zu den 50 gefrorenen Rinderherzen flossen 30 Liter Rotwein; die Crew
stolperte jeden Abend betrunken zum Schlussapplaus.
Wie man in unserer schönen neuen Welt vom wissenschaftlichen Standpunkt
her Kultur anwendet, studiert Madame Schütz an der Universität Hildesheim.
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